Zur violetten Quantenpipette
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Die "um den Berg herum" Philosophie

Ach,
manchmal ist der Wille zu groß etwas bloß vergessen zu wollen -
der Glaube versetzt Berge, aber ob diese dann auch völlig verschwinden?
Noch kann man sich ja die Augen zuhalten - .. und läuft so eines Tages unverhofft gegen gerade diesen Berg..
Die Verdrängung lässt den Berg nicht verschwinden. Auch kann man sich bestens mit anderen Bergen beschäftigen, sich mit anderen Problemen ablenken.
Was nun? Den Berg sprengen, ihn versetzen?
Man sollte sich mit dem Berg auseinandersetzen - ihn genießen! Nicht erklimmen, nicht verachten. Kennt den Weg, welcher um den Berg herumführt, an! Auch wenn es mühselig wird, doch manche Probleme sind nicht zu bewältigen, sie sind hinter sich zu bringen!
1.11.10 20:27


Die Wand der Verflossenen

"Ich grüße Euch, Verflossene!
Doch - wo seid Ihr die ganze Zeit über gewesen?
Real anwesend meine ich, denn in meinen Gedanken ward Ihr immerfort.
Ihr berührtet mein Herz mal stärker, mal lang anhaltender und ließet es blutend, sehnsüchtig oder fraglich blutdürstend zurück.."

Der Redner hielt inne, sein Blick sank zum Kies herab. Als er wieder aufblickte, wurde klar, dass er entschlossen war -

"Der Drang zu ´Mehr´, zu ´Besserem´ ward der rote Faden meines Leidens, immer dem Konjunktiv hinterher hastend, sich nicht zufrieden gebend oder als Person keine Zufriedenheit in Eurem Sinne ausstrahlend.
Was blieb waren Momente der Schönheit, des Schmerzes und der Sucht.
Hiermit winke ich zum Goodbye und denkt immer daran: Es ist nur die Tat ansich!
Die Erinnerung an Euch soll nicht ausgelöscht werden - sie soll jedoch daran gehindert werden, sich immer greifbar präsent in die Jetzt-Zeit einzumischen!"

Eine Reihe von unbekleideter Schaufensterpuppen, die künstlichen Arme ungelenk verdreht, steht vor einer zwei Meter hohen Betonwand nebeneinander. Jede von ihnen trägt eine Maske eines menschlichen Gesichts, welche mit einem Gummiband vor das Puppengesicht gebunden ist.

Der zuvor Redende schreitet von der Wand weg, sieht sich noch einmal um und wischt eine Träne von seiner Wange. Er verlässt die Szenerie. Das Knirschen des Kieses unter seinen Füßen entfernt sich, bis es verschwindet.

Die Schallreflexionen der Wand lassen das darauf folgende "Anlegen" und den mehrfach peitschenden Nachhall des "Feuer" unwirklich erscheinen -
4.11.10 23:04


wenn Du standhältst, werde ich Deine Augen ergründen..

Küss mich,
wenn Berührungen ersehnt werden

Berausch mich,
wenn die Distanz weicht

Brauch mich,
wenn Nähe nicht nah genug sein kann
13.1.11 15:21


„Ach Du..“ ach ich – denke ich mir

"Heute war Sie hier und ab einer gewissen Zeit fingen meine Wangen an
zu glühen."
Allenfalls versucht hat er es, nicht allzu oft Ihren Blick zu kreuzen, oder Sie gar anzusehen. Konnte man bei Ihrem Gesicht, Ihrem Lachen doch schnell haften bleiben.
Es war so, als wenn die Luft Schwingungen weitergab. Wenn man der Theorie der physischen Ausstrahlung vom Menschen Glauben schenkt - einem Energiefeld um dem menschlichen Körper gleich - der Wärme einer
Flamme nahe der Haut ähnlich, kam es ihm vor, als wenn
sie sich ohne sich zu berühren berührten. Er fühlte ihre Nähe.
„Wie kann mir das passieren - für wahr ist es wunderschön.“ Das dritte
Treffen brach die Distanz und Sie berührte ihn. Die Stirn war die erste Stelle Ihres Körpers, welche er an diesem Abend berührte. Langsam zeigen Ihre Hände den seinigen den Weg.
„Dann brannten wir.“
Nicht das es zu vorschnell war - die Berührungen, die Nähe. Er durfte vom Glück kosten, von Ihren Lippen und Sie ließ ihn begeistert zurück.

Was auch noch geschehen mag, lass ihn, zurückgezogen im Selbst, die ihm aufkommenden Fragen, sich liebevoll tröstend, verdrängen!
21.12.10 13:51


Dein Lächeln steckt an

Eine Weile ist´s nun her,
da entschloss sich das Herz zu mehr
Es brach die eisige Kette entzwei,
beim Versuch und dem Wagen
einer liebevollen Frau seine Zuneigung vorzutragen
13.1.11 16:19


Alleine – sein - nur ein Gespinst, welches seiner Berechtigung glaubt!

Mit jedem Tag wird es klarer
Niemals werde ich vergessen
Vergessen, was Du hast
mit meinem Herzen gemacht
im Guten wie
im Harten

Vergessen, die Momente
des gegenseitigen Helfens,
des Zuhörens, des Füreinanderseins
Vergessen, wie Du zur Frau wurdest
gestärkt aus Uns hervorgingst
schön und reif

Vergessen, wie Du stolz
Deinen Weg gingst; im Wissen,
dass Dein Gehen
auch meinen Weg nach vorne bringt

Vergangenes ist geschehen und wer hat nicht gesehen das Rinnsal?
Verschwinden..
ein großes Maß an Mut
wird hervorgebracht werden müssen,
um das Geschehene zu missen. Sei dies zu vollbringen..
21.12.10 13:48


Teilnahmslos

Heiter ließ ich schreiben Dein Bild auf mein Haupt – so wie´s erlaubt (es war oder ist), bis die Wirklichkeit erlischt.
Lass mich,
gib den Zwang frei und lass die Unbestimmtheit so kommen und gehen wie sie beliebt.
Nicht ich bin Dein Spielzeug.
Das Spielzeug ist unser beider Leben - in unserer Hand!
Und wir küssen uns vor Freude.
21.12.10 13:44


Die Akademie des Versagens

Damals befand ich mich sich auf einer Reise zum Mittelpunkt der Welt.
Anfangs war mein Zustand ähnlich dem eines gewöhnlichen Versagers - in einer unausweichlichen Lage der ihn kürzlich ereilten Niederlage. Doch als sich diesmal der würgende Taumel meines Misserfolges langsam legte, somit seine kreischenden, sich in mein Selbstbewusstsein hineingrabenen Hiebe zu leisen Schreien verhallten, war nichts wie es vorher einmal war.
Bei zuvorigen Niederlagen stieg mein Geist immer aus den Trümmern jenes Misserfolges heraus, um den Weg für einen neuen Anfang zu bereiten - auch wenn es der Anfang eines erneuten Falls gewesen wäre. Diesmal jedoch verfiel ich dem Unglück und befand mich seitdem im Zustand der Niederlage ansich.
Die Umgebung erschien mir ferner, weit dumpfer - geradezu milchig. Die Realität bot sich meinen Sinnen, wie durch einen Filter dar. In meinen Gedanken sahen mir bekannte, erfolgreiche Menschen auf mich herab - ihr Erfolg erhob sie in überheblich erscheinende Lagen - sie hatten das zu Wollende geschafft und liefen ihren neu gesteckten Zielen entgegen.
Vom Misserfolg in die Knie gezwungen und im Willen geschwächt, missbrauchte ich meine noch übrigen Kräfte: Eine von dem meinigen Versagen ausgehende Wut erhob sich gegen mich selbst. Auch der Zweifel an einen nächsten, vielleicht gelingenden Versuch zum Erfolg, ließen meine Kräfte schwinden.
Damals schlitterte ich von einer Niederlage in die nächste und sank immer tiefer hinab - weg vom Glauben und in die Arme des Zweifels.
Die Akademie des Versagens lehrte mich meine Gefühle zu positivieren.
10.12.10 20:10


taktische Ausarbeitung

Der Nachlass...

...ist ein spezieller Wegweiser (führt eventuell zu einem Geheimnis), welcher das Interesse weckt, in Verborgenem zu wühlen, aufzudecken, was einem verschlossen blieb; zu erfahren, was geschah, welche Geschichten dieser N. trägt - um sich die Person, welche den Nachlass hinterließ, besser erklären zu können.

Ein N. ist definitiv ein Beleg, ein Beweis, der einige Fragen (Interessen gegenüber der Person) bestätigen kann.

Dieses Interesse, aufgrund des Nachlasses und bezüglich der Person, weckt entweder die Neugierde oder erschafft sie erst.
Die Zugehörigkeit der interessierten Person, zur Person, die den Nachlass hinterließ, wird durch die Neugierde verstärkt.

Dies kann als ein Zweck des Nachlasses angesehen werden,
seine Bedeutung aber sind die Geschichten, welche erzählt werden wollen.
Durch die gewisse Zugehörigkeit zur Person, die den Nachlass hinterließ, wird die Geschichte interessant(er); sie wird ein Wegweiser, verbirgt Belege zu nicht gelüfteten Geheimnissen und weckt die Neugierde zu mehr.

- Alles beisammen ist eine beschränkte Zusammenkunft, frei im Raum stehender Ausschnitte -
12.4.06 18:43


Brüderchen Gegenwart

Manche sagen, man hätte es nicht drauf.
Konzentrieren - belebendes Gefühl, dieses Vakuum.
Der Kopf, nein die Schläfen - sie sind es, die sich allzu leichtfertig in ihn hineindrücken. Es tut nicht weh, nur lässt es einen auch nicht lachen. Wirr scheint die Welt auf meine Glatze.
Die Zukunft hält Schritt mit Brüderchen Gegenwart, deren Unterschiedlichkeit wohl außer Frage steht. Alles verändert sich, doch sind Fragen, wie "Wer bin ich" totaler Schwachsinn. Frag´ erst einmal Brüderchen Gegenwart, was er denn so gerade macht!
Ist der Moment wichtiger als alles andere, und wer gibt dem Moment diese Kraft?
Er spiegelt einen funkelnd die Triebe entgegen.
Das schöne an der Gegenwart ist, das sie immer erreichbar ist und sich zusehends nahtlos an die immer größer werdende Vergangenheit knüpft. Man ist meist mit seiner ausgefüllten Zeit zufrieden und auch dieses Adjektiv wird immer weiter in die Zukunft schliddern, um von der Gegenwart wahrgenommen zu werden.
Die Zukunft existiert erst dann, wenn die Gegenwart jeden Zweifel daran auslassen würde; nur - hätte es eigentlich denn damit jemals eine Zukunft gegeben?
25.3.12 23:11


- Monolog eines Liebenden -

Da!
Schau - der Weg unter unseren Füßen fließt dahin. Wohin? Nein,
ist das schön... schau - wie kommt es,
dass der Regen an der Unterseite unseres aufgespannten Schirmes
das Licht in solch schönen Farben spielen
lässt?
Ach,
ich mag das Gefühl von
unten nach oben nass zu werden!
Dieser Weg bildet dort am Horizont einen Berg,
welcher kopfüber, auf seiner Spitze, bescheiden
in den sahnigen Himmel ragt. Der Wind,
schau - er drückt nicht das Gestein, er hält es.
Rosenkohl und Pommes - Frites ziehen vorrüber...
Satt?
Komm mit! Da, der Weg zieht uns
mit ihm mit, hinauf zur Plattform des Berges - das zusammenführend
inneinanderlaufende, sich vereinigende Wegessein!
Keine Sorge, ich halte Dich
fest!
Und Ketchup habe ich auch dabei (O;
Schau!
Nein, Du machst mich satt; sieh die Feuerwehrstation vor unseren feurigen Wimpern...
Sie hält das Licht in Schach - mit den Tränen der Vergangenheit; nein
das Salz wird für den Anbau des Vanilleeises gebraucht!
Doch
sind die Tränen somit genießbar und das Licht wird dosiert - besprüht wird es und gelangt so auf Erden,
auf die Wege.. unter unseren Schirm.
In neuen Farben verfing es sich, von uns
betrachtend bewundert, schneidend beschaut,
doch
zeigt es uns nicht den Weg,
sondern den Grund
unserer Vorsichtigkeit.
16.5.07 13:16


Rot

Zeitungsausschnitt der Berner Rundschau vom
06. 08. 1996


Schwerer Verkehrsunfall auf der C18

Gestern ereignete sich auf der Landstraße
Richtung Bern ein schwerer Autounfall, wobei
das Unfallfahrzeug frontal mit einer
Straßenlaterne kollidierte. Die Beifahrerin
verstarb wegen schwerwiegenden Verletzungen
auf dem Weg ins Berner-Schiller-Krankenhaus.
Der Fahrer des Unfallfahrzeuges liegt zur Zeit
auf der Intensivstation des Krankenhauses. Sein
Zustand scheint sich nach der gestrigen
Stabilisierung zu bessern.


12. 02. 1998; Köniz, nahe Bern

-Grau, alles grau.
Die Wolken türmen sich auf, um das, woraus sie
entstanden, abzulassen und die Erde zu
benässen-

Unsicherheit, ein Gefühl, welches mich schon
mein ganzes lang Leben plagt - doch nun ist es
die reinste Hölle! In fast ehrfürchtig betender
Stellung, knie ich in dem Raum meines
Appartements, der ursprünglich für´s Wohnen
gedacht war - doch es ist an der Zeit, seinen
ursprünglichen Zweck umzukehren.
Fingerknöchel, die weiß hervortreten, bilden
einen grausigen Kontrast zum Wegbereiter
meines schier unendlichen Glücks...
Ich bin gespannt, wie die letzten Sekunden an
mir vorbeischleichen werden, unentdeckt werden
sie jedenfalls nicht bleiben!
Der unendlichen Schwermütigkeit als Partner
vereinleibt, werden sie ihr letztes Ticken von
sich geben und dies vollkommen unterstützt
durch die Farbe der Liebe - ROT. Wenn etwas
zu sehr geplant ist, verspürt man eine noch
gewaltigere Angst, als man sie bei spontanen,
wiederum auch alles verändernden
Bewegungsabläufen verspüren würde, da man sich
in die Situation langsam aber stetig hineinlebt.
Diese Angst türmt sich in Folge von
krampfartigen, nicht zu kontrollierenden
Anfällen des Zitterns immer wiederkehrend in
mir auf und steigert sich, im wasten Sinne des
Wortes, zur Todesangst.
- Verdammt, hätte ich doch nur eine, eine
einzelne Zigarette - nur eine gottverdammte
Zigarette -
Als ich mein ursprünglich zum Töten gedachtes,
in der heutigen Zeit jedoch in jedem Haushalt zu
findendes Werkzeug - welches nun in meinen
Händen sich die Macht der letzten Sekunden in
sich vereinleibt - durch einen von meinem
Verstand wohl gezielten Krampf, Richtung Boden
dahingleiten sehe, kommt Ruhe in mir auf...
Ruhe - Mittel zum Zweck, um geplantes Tun
wieder aufzunehmen, um wieder Mut zu fassen -
nahe am Abgrund.
Erleichterung breitet sich in mir aus, als ich im
Schatten des Sofas eine vereinsamte
Zigarettenschachtel auf den richtigen Moment
warten sehe.
Leicht wie eine Feder zieht der Rauch, durch die
Luftströme geführt, seine Bahn in eigenartige
Zeichen.
Nun ist es an der Zeit, ich werde es wagen, sie
wiederzusehen.

Nicht eingeplante Wolken, die sich kräuselnd
verschieben, vom Wind geschoben phantastische
Gebilde formen, jagen mir zum ersten Mal in
meinem Leben große Furcht ein. "Wer denkt, der
lebt", war einer der großen Sätze meines Vaters
und ich versuche so schnell wie nur möglich diese
verfluchten Wolken aus meinem Blickfeld zu
verbannen.
Meine Entscheidung steht fest!
Fest umklammere ich das zuvor Fallengelassene
und spüre wie sich sein Gewicht in meine Hände
legt - sich seine Macht entfaltet - die
unergründliche Macht der letzten Sekunden.
Sie werden über mich Herfallen, mit
Siegesgeschrei..., doch sie täuschen sich, ich bin
mir eines Sieges gewiss!
Wärme steigt in mir auf -
Als ich die Bewegung in Richtung meines
Brustkorbs starte, steigert sich diese
anfängliche Wärme zu einem Gefühl der
vollkommenen Glücklichkeit und mir wird bewusst,
dass ich mir ein Ziel setze...ich werde sie
wiedersehen!
Die lautlos, blitzend lächelnde Entfaltung
seiner Macht, im träumerischen Zusammenspiel
mit der Farbe der Liebe, legt sich wie ein
schwarzer, seidener Schleier um mich; frei und
gedankenlos.
Ich spüre die Lehre und lasse mich in sie
hineinsinken...
Verschiedenste Lichtreflexionen formen sich
zu einer Gestalt, zu mir schauend, um sich
wieder mit mir zu vereinen.
1.8.07 16:42


Straßenszene

1. Szene:

- Schweißbadende Körper auf violettem Futon halten inne, ihr unterdrücktes Atmen scheint hörbar - der heiße Schweiß erkaltet auf den starr gewordenen, nervös glotzenden Körpern; Tropfen um Tropfen gleitet zu Boden und mit jedem zu Boden gehendem Tropfen steigt die Spannung;
Frau steht in der Tür vor dem Bett; starrt auf die blanke Brust der Liebhaberin ihres Mannes, lässt die Vase in ihren Händen zu Boden fallen und rennt hinaus in die Stadt -


2. Szene:

- Mann schlürft durch das dunstige Ljubljana und verfällt in eine Träumerei:

...der Po einer großen, gut gebauten Frau - sportlich getrimmt, so dass sich ihre Schenkel, wenn man sie eingehend und nackt betrachtet, sich im Stehen kaum berühren, eine Kuhle lassen, so dass das durch die Fenster einfallende Licht die Schamhaare zwischen den Beinen glitzern lässt. Weit nach vorne gebeugt gleiten ihre Beine ein wenig auseinander, bis sie zusammen mit dem Boden ein Dreieck bilden - den Po als höchsten Punkt ihres Körpers angeboten...


- Mann wird aufgrund einer sich verkrampft am Geländer der Uferbefestigung festhaltenden Frau aus seinen Phantasien gerissen;

Frau redet mit tränen feuchtem, abwesendem Blick laut mit sich selbst:
"Dirnen - überall! Die Fleischeslust springt ins Aug ohne sich des Triebs zu erwehren. Guckt sie euch an: Hohen Hackens stehlen sie die Wertschätzung einer jeden Frau - wissen sie nicht um die Folgen? Ich weiß um sie, mich haben sie um mein Glück gebracht!"


- Mann zu weinender Frau; aus der Distanz:

"Sie können einfach nichts dafür, sie sind nur sie selbst, versuchen sich zu kleiden, gehen unbekümmert einkaufen, schlendern umher - diese Schönheit, diese Unantastbarkeit, ihr Balzgestank! Diese Verführungskunst des bloßen Vorbeilaufens ist teils zu genießen, teils verachtenswürdig."


- Frau schluchzend um Worte ringend:

"Hübsche Gesichter, ja - das sind sie. Sie strahlen durch die Regenflut hindurch, und glänzen mit ihren Augen mit den vom Wind gepeitschten Wasserperlen um die Wette. Ein Lächeln wie tausend Wangenküsse."


- Frau verfällt wieder ins Wimmern; Mann traut sich eine vorsichtige Umarmung zu; Mann mit tröstender Geste:

"Diese armen Objekte, wissen nicht um ihr erstickendes Ganzes - sollten sie doch eher erfreuen, uns tanzend die Blicke salben! Aber sie schneiden immer wieder von Neuem inmitten unserer Scham und Moral... eine Scheinheiligkeit? Diese Mysterium wird mehr und mehr zur Qual - zum heranwachsenden Potential!"


- Frau erschrickt und macht Anstalten das Bewusstsein zu verlieren; Mann hält Frau fest, so dass sie nicht umfallen kann; Frau schreckt auf, einer Hyperaktivität gleich die Masse betrachtend; über ihren schluchzend hervorbringenden Satz ist eine unterschwellige, aber gefestigte Aggressivität zu erkennen:

"Sie sehen halt gut aus, kleiden sich dementsprechend, betören mit ihren Hintern, den straffen Brüsten – haben es geschafft... "


- Frau fällt zusammen, verliert das Bewusstsein; Mann schafft es ihren Kopf vor dem Aufprall auf das Pflaster aufzufangen; Szene blendet aus -
16.3.08 13:39


Definifiv kein Sekt in der Badewanne bei Kapelle Petra!

Madame guckt von oben auf mich herunter..
angenehm lehne ich an der Werbetafel, doch lässt mich ihr starrer, mich berührender Blick ein solch abgebildetes Luxusleben verdrängen.
Aber auch wenn man mit der Frage abgeschlossen hat, sodass man ein Sein als eine dieser Luxusschlampen verabscheut, was verheißt dann die andere Seite des Lebens?
1.11.10 20:23


Das Aufbäumende in mir

Das Aufbäumende in mir zeigt einen Anschwung von Reue!

An sich sollte es ihm niemand übel nehmen - ist es doch mehr meiner Selbst nahe, als mir lieb ist: Denn die Lust Interessen zu leben geifert in mir, schreit nach Tatendrang!

Und steht im immer währenden Konflikt mit den „noch zu tuenden Dingen“...

Ein ewiger Kampf!
Ist es denn das einzig Wahre, sich so im Selbst zu widersprechen?

Das Aufbäumende in mir ist stark und weiß sich immer wieder einzubringen. Sei es, indem es sich neu positioniert, neue Interessen und neuen Tatendurst schürt, oder indem es die Schwerfälligkeit der anderen Partei ausnutzt – es von dem Ekel gegenüber den „noch zu tuenden Dingen“ profitiert.

Das Kräftezerren hinterlässt seine Spuren: Das gegenseitige Bekriegen der Gegenparteien stärkt die Stagnation und bremst die Kreativität - denn man ist viel zu sehr mit dem zerreißenden Kräfte-messen beschäftigt, als sich auf etwas zielsicher konzentrieren zu können.

Das Aubäumende in mir versucht sich in Reue – es könnte entlasten..

Doch diese Art der Reue ist schwergängig, geradezu fett und unappetitlich. Wie ein weißer fader Schleim, feinstem Absaugungsfett gleich, läuft es unter meinen angewiderten Augen die Stufen seiner selbst erbauten Empore hinunter und spricht zum Volk: Ihr, die ihr mein seid – küsst meine Füße!
17.1.10 12:14


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